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  • ein Vorschlag zur Selbstfindung
  • von Tim Odendahl (Lektorat: MPW)
  • August 2015

Einleitung

In der Vergangenheit gab es vermehrt, auch bedingt durch die wechselvolle Genese des Projekts, Verwirrung, was denn nun Freifunk Münsterland sei. Wenn es Freifunk Münsterland gibt, was ist dann Freifunk Münster, oder Freifunk Kreis Steinfurt?
Diesen Missstand zu beseitigen versucht dieses Paper, das sich als Vorschlag zur Selbstfindung der regionalen Community mit seinen lokalen Gemeinschaften sieht. Nicht zuletzt wir Mitglieder der Bewegung profitieren daraus, wenn wir unsere Sache der Öffentlichkeit stark präsentieren. Auch potentiellen TeilnehmerInnen gelingt so ein einfacherer Einstieg, wenn nicht mehr 12 FreifunkerInnen 48 Meinungen zu unserer Struktur haben, sondern vielleicht nur noch 16.

Woher wir kommen

Ursprünge

Im Frühjahr 2014 wurde in Münster das Projekt Freifunk von Mitgliedern des Warpzone e.V. wiederbelebt. Der erste Anlauf geschah 2010 unter einigen Mitgliedern der Piratenpartei Münster. Nahezu von null auf wurde das Projekt gestemmt, von einigen Taufgeschenken wie der seit 2010 bestehenden Facebook-Seite abgesehen.
In Warendorf gründete sich im Herbst 2014 eine Community, die zunächst zum Freifunk Rheinland e.V. gehörte. Nachdem einige weitere Knoten außerhalb der Kreisgrenzen dazu stießen, entschloss man sich in Freifunk Münsterland umzubenennen.
Freifunk Steinfurt entstand im XX XXXX ursprünglich als Community des Verbunds freier Netzwerke NRW e.V.
Vereinigung
Im Januar 2015 entschlossen sich die beiden Communities in Münster und im Kreis Warendorf gemeinsam als Freifunk Münsterland aufzutreten, unter dem technischen Dach des Warpzone e.V. als Trägerin von Freifunk Münster. Organisatorisch eigenständig soll so Energie bei dem Betrieb der Technik gespart werden und in den Ausbau gesteckt werden. Im Frühsommer stieß dann auch Freifunk Kreis Steinfurt dazu und komplettierte damit die Troika. Doch nicht nur die großen Drei, auch viele kleine Communities schlossen sich dem Projekt an. So existieren in Rorup und Lüdinghausen lebhafte Gemeinschaften, weitere sprießen aus dem Boden.

Wer wir sind

Wir sind eine offene Community, die gemeinsame Werte teilt, deshalb sind unsere Nutzungsbedingungen feste auf der Website der Dachmarke eingebunden. Diese Texte sollten nicht kopiert werden, weil es sonst bei zukünftigen Änderungen zu Verwirrungen kommen kann. Eine Verlinkung reicht aus.

Was wir tun

Freifunk Münster

In Münster haben wir mit 200 Knoten Anfang des Jahres die größte Mitgift eingebracht. Erste Kontakte zu ehrenamtlichen HelferInnen in Flüchtlingsunterkünften entstanden und führten zu ersten Vernetzungen und Installationen in und um Flüchtlingswohnheimen. Außerdem führten wir die Gespräche mit der Stadt (insbesondere dem stadteigenen Betrieb citeq GmbH) fort und begleiteten die Vorlage „Digitale Stadt Münster – WLAN-Ausbau“. Weiterhin wurde auf Initiative von SchülerInnen im Stadtteil Hiltrup eine große Einkaufsstraße vernetzt, die Modellcharakter hat.

Freifunk Kreis Steinfurt

blub blub

Freifunk Lüdinghausen

Freifunk Rorup

Freifunk Stadtlohn

Freifunk Warendorf

Wohin wir gehen

Auch wenn wir in den einzelnen lokalen Communities organisatorisch eigenständig agieren, bleiben wir in regem Kontakt, nicht nur über die Technik. Wir unterstützen uns gegenseitig und tolerieren die individuellen Sorgen und Nöte der einzelnen Communities.
Die gemeinsame Website freifunk-muensterland.de möchten wir als ersten Anlaufpunkt bereitstellen. Hier stellen wir die Firmware bereit, geben einen Überblick über die zugehörigen Gemeinschaften und geben erste Tipps. Inhaltlich tiefer geht es auf den Websites, Blogs oder anderen Präsenzen (etwa Soziale Medien) der eigenständigen Communities weiter. Social Media Kanäle werden von den Communities selber getragen und verantwortet. Einen Auftritt der Dachmarke in Sozialen Medien ist nicht vorgesehen. Zentrale Ankündigungen teilen alle Communities selber. Spenden für die Technik gehen an den warpzone e.V., Spenden für den Ausbau vor Ort an die jeweilige Community.
Neben der organisatorischen Frage ist eine Evaluation unseres Netzes interessant. Erste Konzepte zur Teilung des Netzes bei Beibehaltung der Dachmarke entstehen. Das sogenannte Grundrauschen verlangsamt das Netz enorm und steigt mit jedem neuen Knoten exponentiell.
Die Entwicklung in den Kommunen, im Land, im Bund und auf europäischer Ebene verfolgen wir konsequent. Dabei sehen wir uns als geografisch nächste Gemeinschaft zum Sitz des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe in besonderer Verantwortung zum Lobbying bei diesem Kommunalverband. Gemeinsam mit den anderen deutschen Freifunk Communities suchen wir eine gemeinsame Position zur Verteidigung unserer Anliegen. Erste Erfolge in einigen Städten und Gemeinden sowie im Land verfolgen wir auf ihre Nachhaltigkeit und arbeiten weiter daran, öffentliche Unterstützung zu erhalten.

Andere Positionspapiere

Otter, et alteri, Freifunk Münsterland Manifest

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